Brücken schlagen

Enabling und Vernetzung

Als eine zentrale Errungenschaft des «Fests der Sinne» hat graubündenVIVA verschiedene neue Austauschplattformen zur Regionalität geschaffen und die Interessenz aus Landwirtschaft, Ernährung und Kulinarik miteinander vernetzt.

Säumertrek: Gemeinsam stark

Im Auftrag des Kantons organisierte graubündenVIVA im Sommer 2019 einen Säumertrek, bei welchem eine Gruppe von Säumerinnen, Säumern und Gästen in sechs Etappen von Graubünden übers Wallis an die Fête des Vignerons in Vevey gewandert ist. Im Gepäck mit dabei waren kulinarische Köstlichkeiten aus Graubünden, die an den Etappen unterwegs ausgepackt und mit den Leuten vor Ort an einem kleinen Markt oder Apéro festlich geteilt wurden. Zentraler Faktor für den grossen Erfolg war die wertvolle institutionelle Zusammenarbeit im Kanton Graubünden und damit verbunden der gesamtheitliche, prägnante Auftritt.

«Am 16. Juli 2019 durften wir im Innenhof des Klosters Disentis mit 18 Freizeitsäumern und 11 Saumtieren zur Fête des Vignerons nach Vevey aufbrechen. Der Trek über den Oberalp- und Furkapass bis nach Brig wurde zu einem unvergesslichen und freudigen Ereignis. Dank der überaus grosszügigen und liebenswerten Begleitung und Betreuung durch das Team von graubündenVIVA sind Mensch und Tier in einer Art und Weise verwöhnt worden, die ihresgleichen sucht. Ein weiterer Höhepunkt waren die regionalen und mit viel Liebe zubereiteten kulinarischen Köstlichkeiten, die Leib und Seele erfreut und gestärkt haben. DANKE, dass wir Teil dieses grossartigen Puzzles sein durften!»

Reto Dürst, Säumermeister

Guarda!: vernetzte Regionalität

Ein ähnlicher Erfolg konnte 2019 an der Publikumsmesse GUARDA! (Chur) in der Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Organisationen in Graubünden, und insbesondere mit alpinavera und dem Bündner Bauernverband, erzielt werden. Durch eine erfolgreiche Teamarbeit konnte die Land- und Ernährungswirtschaft an Kraft und Identität gewinnen und die Sichtbarkeit und Wirkung bei einem breiten Publikum erhöhen.

Mehrwert durch gelebte Zusammenarbeit

Eine solche partnerschaftliche Zusammenarbeit ist – gerade in einem föderalen System wie wir es kennen – nicht selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, eine starke Vision und Ziele für eine gemeinsame Zukunft zu haben. graubündenVIVA ist hier zusammen mit weiteren Organisationen in Graubünden auf einem spannenden und sehr guten Weg.

Die gute Zusammenarbeit im Projekt hat gezeigt, dass graubündenVIVA wichtige Impulse liefert und insbesondere in der Kommunikation einen Mehrwert für alle beteiligten Parteien bedeutet. graubündenVIVA verfügt über ausgewiesene Kompetenzen in den Bereichen Markt, Trends, Innovation und Kommunikation. graubündenVIVA bekennt sich dazu, diese Kompetenzen den anderen Organisationen im Netzwerk zur Verfügung zu stellen, ohne diese jedoch zu konkurrenzieren. graubündenVIVA übernimmt auf der strategischen Ebene eine wichtige Aufgabe, indem es das von der Bündner Regierung im Regierungsbeschluss vom 16. April 2018 formulierte Ziel unterstützt, Graubünden über das Thema Ernährung und Kulinarik durch eine enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure zu positionieren und zu stärken.

«Id es ün privilegi dad esser part da la producziun da prodots regiunals. Prodots chi pisseran cha l’augmaint da la valur resta in nos chantun, cha nossa natüra vegn mantgnüda e cultivada e chi garantischan üna producziun dürabla e sana. Las emoziuns invers nossa regiun, invers nos chantun ed invers prodots regiunals sun avantman. I’ns sto be gratiar da «vender» quellas sur nos prodots. graubündeVIVA ha scuvert quist potenzial e maina las emoziuns da nos prodots vers inoura. Eir grazcha a quist ingaschamaint daja adüna daplüssas boccas finas chi provan üna biera regiunala, prodütta cun 100% malt regiunal e bainbod eir cun offa Grischunaisa. Viva!»

Reto Rauch, Geschäftsführer Bieraria Tschlin SA

Vom Programm zum relevanten Akteur

graubündenVIVA hat es geschafft sich als Netzwerkpartner, Enabler und strategischer Partner in den relevanten Bereichen der Bündner Kulinarik und des Bündner Food-Systems zu positionieren. Die bis anhin fehlende Koordinationsfunktion zwischen den einzelnen Organisationen und Partnern konnte durch graubündenVIVA geschlossen werden. graubündenVIVA verfügt heute über viel inhaltliches und prozessuales Knowhow, kennt die Bündner Gegebenheiten und Herausforderungen in den wichtigsten Bereichen. graubündenVIVA hat aufgezeigt, dass eine integrale Vorgehensweise, Mehrwerte für alle Beteiligten schaffen kann. graubündenVIVA als Impulsgeber des Systems konnte verschiedene Initiativen auslösen, welche teilweise erst in einer gewissen Zeit Wirkung entfalten werden.